Romea Strata 2024/Teil 15 von Wien Rodaun bis Tragöß Oberort
- erwandert

- 29. Nov. 2024
- 5 Min. Lesezeit
Aktualisiert: 13. Juni 2025

Freitag, der 27. September / Wien Rodaun – Heiligenkreuz 17,65 km
609 m Anstieg, 540 m Abstieg
Birgit begleitete mich heute wieder. Wir fuhren mit der U-Bahn und der Straßenbahn nach Rodaun und starteten den Mariazellerweg – eine Strecke, die wir schon öfter gegangen waren.
Der Weg führt in leichtem Auf und Ab durch den Wienerwald und ist angenehm zu gehen. Es regnete leicht, und in Heiligenkreuz beschlossen wir, für heute Schluss zu machen, da bald ein Bus fahren würde. Es schien nicht sinnvoll, noch vier Kilometer weiter bis Mayerling zu gehen und dann möglicherweise lange auf einen Bus warten zu müssen.
Unterkunft: Zu Hause
Samstag, der 28. September / Heiligenkreuz – Kaumberg 24,91 km
730 m Anstieg, 566 m Abstieg
Mit U-Bahn, Schnellbahn und Bus fuhren wir nach Heiligenkreuz, von wo aus wir die heutige Etappe starteten. Zunächst ging es nach Mayerling und dann über den längsten Anstieg des Tages nach Holzschlag. Von dort wanderten wir weiter zum Hafnerberg, wo wir bei einem regionalen Selbstbedienungs-Dorfladen eine Pause einlegten.
Anschließend führte der Weg nach Altenmarkt an der Triesting. Von dort folgten wir einem Radweg bis kurz vor Kaumberg.
In Kaumberg kaufte ich mein Essen für den nächsten Tag in einem Hybrid-Supermarkt – ein Konzept, das ich zum ersten Mal sah. Es handelt sich um einen normalen Supermarkt, der außerhalb der regulären Öffnungszeiten auf Selbstbedienungsbasis funktioniert.
Nach einem Besuch im Café nahmen wir den Bus zurück nach Wien.
Die An- und Abreise mit öffentlichen Verkehrsmitteln war zwar budgetfreundlich, aber die immer länger werdende Fahrzeit begann langsam zu nerven.
Unterkunft: Zu Hause
Sonntag, der 29. September / Kaumberg – St. Veit an der Gölsen 25,53 km
637 m Anstieg, 745 m Abstieg
Früh am Morgen fuhr ich mit dem Bus nach Kaumberg. Gleich zu Beginn stand der steile Anstieg zur Araburg an. Danach führte der Weg über Kammwege und Weiden bis Hainfeld.
Dort entschied ich mich, nicht die über 30 Kilometer lange Strecke nach Lilienfeld zu gehen, sondern in St. Veit an der Gölsen den Bus nach Wien zu nehmen.
Der Anstieg nach Lilienfeld wäre heute noch ziemlich anstrengend gewesen, und dazu hatte ich keine Lust mehr. Also nahm ich den Bus zurück nach Wien. Da bis zur Abfahrt noch viel Zeit blieb, ließ ich es gemütlich angehen und machte mehrere Pausen.
Unterkunft: Zu Hause
Montag, der 30. September / St. Veit an der Gölsen – Freiland 20,95 km
851 m Anstieg, 821 m Abstieg
Mit dem Bus fuhren wir nach St. Veit an der Gölsen. Birgit ging heute wieder mit. Da wir verschlafen hatten und ohne Essen gestartet waren, entschieden wir uns für ein Frühstück im Dorf-Café. Nach Ham and Eggs machten wir uns auf den Weg.
Der Weg nach Lilienfeld ist sehr idyllisch, aber technisch etwas anspruchsvoller. Für die etwas über 10 Kilometer brauchten wir fünf Stunden. Damit war das geplante Tagesziel, Türnitz zu erreichen, in weite Ferne gerückt.
Nach einem stärkenden Mittagessen auf einer Bank an der Traisen machten wir uns zumindest auf den Weg Richtung Türnitz. Der Weg verlief entlang eines Radwegs und der Bundesstraße, mit regelmäßigen Bushaltestellen. Wir gingen bis Freiland und stiegen dort in den Bus nach Wien.
Unterkunft: Zu Hause
Dienstag, der 1. Oktober / Freiland – Annaberg 27,3 km
699 m Anstieg, 116 m Abstieg
Wieder fuhr ich mit dem Bus und erreichte Freiland um neun Uhr.
An der Bushaltestelle buchte ich noch ein Zimmer für den heutigen Abend auf dem Annaberg. Birgit würde am Abend mit dem Bus nachkommen und mit mir morgen nach Mariazell weitergehen.
Die Via Sacra führte mich in mäßiger Steigung bis kurz vor den Annaberg. Zum Schluss ging es dann noch sehr steil hinauf bis zum Apartmenthaus..
Unterkunft: Apartmenthouse Mayer
Mittwoch, der 2. Oktober / Annaberg – Mariazell 21,58 km
702 m Anstieg, 826 m Abstieg
Wir bekamen ein reichhaltiges Frühstück serviert und machten uns um 8:30 Uhr auf den Weg. Zuerst ging es über den Joachimsberg und dann hinunter nach Wienerbruck.
Anschließend folgte ein langer Anstieg auf den Josefsberg, auf über 1000 Meter hoch. In Mitterbach legten wir eine Mittagspause ein. Mittlerweile hatte es leicht zu regnen begonnen.
Der Regen wurde immer stärker, und bis Mariazell schüttete es dann wie aus Eimern. 45 Minuten vor Abfahrt erreichten wir den Busbahnhof. In Wien würde ich einen Pausentag einlegen.
Unterkunft: Zu Hause
Donnerstag, der 3. Oktober / Wien Ruhetag
Heute lag ich mit einer Erkältung im Bett. Hoffentlich würde es mir morgen besser gehen.
Freitag, der 4. Oktober / Mariazell – Seewiesen 28,94 km
777 m Anstieg, 705 m Abstieg
Ich fühlte mich beim Aufstehen wie erschlagen, schaffte es aber trotzdem, mich aufzuraffen. Fieber hatte ich jedenfalls nicht. In Mariazell nieselte es, es war kalt und neblig.
Um 10:30 Uhr machte ich mich auf den Weg. Fünf Kilometer später erreichte ich Gußwerk und legte dort schon eine längere Mittagspause ein.
Danach hatte ich zwei An- und Abstiege zu bewältigen. Sie zehrten an meinen Kräften, und der letzte Abstieg war sehr steil und etwas ausgesetzt, als ich durch den Wald hinunter nach Seewiesen ging.
In Seewiesen bezog ich ein Zimmer im Seeberghof und bekam zum Abendessen Suppe, Schweinsbraten und Eis.
Unterkunft: Seeberghof
Samstag, der 5. Oktober / Seewiesen – Aflenz Kurort 15,75 km
433 m Anstieg, 590 m Abstieg
Nach einem guten Frühstück ging es gleich steil einen Berg hinauf. Zwar musste ich einmal etwas umständlich über einen Baum klettern, aber der restliche Aufstieg war gut begehbar. Die Wälder haben regional ziemlich unter den Unwettern des Sommers gelitten. In bestimmten, ausgesetzten Lagen lag einfach sehr viel Baumbruch. Als ich den höchsten Punkt erreichte und auf der Südseite abstieg, stieß ich auf Stellen, an denen Bäume kreuz und quer über dem Weg lagen.
Die Romea Strata sollte hier eigentlich neben dem Freistringbach bis hinunter ins Tal führen. Doch der Bach hatte den gesamten Wanderweg weggeschwemmt, sodass man weglos das ausgeschwemmte Tal in Richtung Kurort Aflenz wandern musste.
Ich war sehr langsam und war im Nachhinein froh, nur eine kurze Etappe eingeplant zu haben.
Unterkunft: Konditorei Pension Moser Fink
Sonntag, der 6. Oktober / Aflenz Kurort – Tragöß Oberort 20,29 km
725 m Anstieg, 688 m Abstieg
Um acht Uhr bekam ich ein kleines, aber feines Frühstück und startete in den Tag.
Bevor es heute steil auf einen Gebirgspass ging, verlief der Weg mehr oder weniger zehn Kilometer an Bergflanken und am Talboden entlang.
Dieses Jahr wurde bereits zum zweiten Mal ein Hund auf mich gehetzt. Mein Weg führte mich über landwirtschaftliche Pfade zu einem Bauernhof. Ich hätte daran vorbeigehen müssen, um kurz darauf eine öffentliche Straße zu erreichen. Doch dort hing ein Schild mit der Aufschrift „Betreten verboten“ und einer Warnung vor einem Hund. Offenbar gab es entweder einen Fehler im GPS oder die Routenplanung war suboptimal. Ein Blick auf mein GPS zeigte mir, dass ich entweder einen Umweg von zwei Kilometern in Kauf nehmen oder die 50 Meter am Hof vorbeigehen müsste. Ich entschied mich für Letzteres.
Als ich genau neben dem Wohnhaus war, hörte ich einen Hund im Inneren bellen und dachte mir: „Super, wenigstens ist er im Haus.“ Doch dann öffnete jemand die Tür, ließ einen Berner Sennenhund raus und schloss die Tür hinter ihm wieder.
Der Hund rannte bellend auf mich zu, sprang an mir hoch, ließ mich aber bis zur Straße gehen, ohne zu beißen, und blieb an der Grundstücksgrenze sitzen. Dort saß er dann stolz, bis ich außer Sichtweite war.
Danach ging es steil auf und ab. In Oberort gab es keine Zimmer im örtlichen Gasthaus, aber sie nannten mir eine nahe Pension, wo ich ein Zimmer für die Nacht bekam.
Aus Erfahrung wird man klug, und so ging ich schon um 15:30 Uhr zum Gasthaus, um zu Abend zu essen. Glücklicherweise bekam ich noch etwas, denn schon um 16 Uhr war Sperrstunde.
Unterkunft: Pension Bergblick







































































































































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